Weberei

Im Oktober 2008 starteten wir mit einfachem „Fingerweben“ und stellten schmale Bänder her.  Es diente dazu den Frauen, deren Hände Feldarbeit, waschen, kochen und Kinder großziehen kannten, ein Gespür für feine Fäden zu geben.

Außerdem mussten erst die Webstühle und das Zubehör in der Tischlerei angefertigt werden. Bald schon konnte der erste Webstuhl eingerichtet und die ersten Stoffe gewebt werden.

Nach und nach wurden die anderen Webstühle fertig gestellt. Schnell gehörte der uns von den anderen Werkstätten geliehene Raum ganz. Die Produktion und der Verkauf entwickelten sich so gut, dass wir eine eigene Frau, Juan, für die Vorbereitungsarbeiten, Garnwickeln und Färben, sowie Nacharbeiten, wie Fransen knüpfen und Fäden vernähen, einstellen mussten.

Dazu kam eine Schneiderin, die sich nur um Näharbeiten kümmert, da auch hier der Bedarf stieg.

In unserer Werkstatt wurde es immer enger, wir wollten gerne noch einen Webstuhl aufstellen, aber es war einfach kein Platz mehr. Außerdem sollten wir den Raum wieder zurückgeben. Noch dazu war es sehr sehr laut und staubig in unserer Werkstatt, was für die Maschinen, für unsere Kleinkinder und auch für uns selbst wirklich nicht gut war.

All diese Umstände führten zum Neubau unserer Werkstatt. Im Oktober 2010 startete der Umzug. Mittlerweile ist die Werkstatt voll mit Webstühlen, Strickmaschinen und Nähmaschinen. 20 Frauen haben eine Arbeit und somit ein regelmäßiges Einkommen.

Für das Färben des Garns haben Sandia und Juru, die beiden Färberinnen, ein eigenes rundes offenes Haus bekommen. Nun sind sie nicht mehr der Sonne und dem Regen während ihrer Arbeit ausgesetzt. Eine Badewanne und fließendes Wasser erleichtern enorm ihre Arbeit.

Eine Zwirnmaschine zwirnt das sehr feine Bio-Baumwollgarn aus Uganda zu stabilen Fäden, damit sie für die Arbeit an den Webstühlen geeignet sind.

Im Oktober 2013 eröffneten wir einen kleinen, sehr ansprechenden Verkaufsraum am Gelände der Comboni Missionare in Juba, der Hauptstadt des Südsudans. Viele Menschen aus den verschiedensten Ländern kaufen gerne bei uns ein, da sie etwas im Südsudan Hergestelltes mit nach Hause nehmen wollen. In Kampala/Uganda haben wir Wiederverkäufer, die regelmäßig Produkte aus der Werkstatt bestellen und in ihren Geschäften in und um Kampala erfolgreich verkaufen.

Seit Ende 2014 haben wir in Finespinners Uganda einen guten Partner für unser buntes gezwirntes Baumwollgarn – aus in Uganda gewachsener und verarbeiteter Baumwolle.